Die Fußballabteilung seit 1951



SSV Sportheim
SSV Sportheim
SSV Sportheim

Nach dem zweiten Weltkrieg waren durch eine Verfügung der alliierten Militärregierungen zunächst sämtliche Vereinstätigkeiten untersagt. In der Vereinschronik der SSV ließt es sich so: Das Geburtsjahr der Sport-und Sängervereinigung ist 1945. Die Bezeichnung "Sport-und Sängervereinigung" habe gewählt werden müssen, weil die zuständige Militärregierung für sport- und kulturtreibende Vereine keine zwei verschiedene Organisationen in einem Dorf zuließ. Mit Handball, es gab eine Herren- und auch eine Damenmannschaft, Leichtathletik und Geräteturnen wurde die sportliche Seite belebt.

Die Sparte Fußball wurde im Jahre 1951 von Georg Stay gegründet. Die ersten Akteure, die für die SSV die Fußballstiefel schnürten, waren Altgediente aus Ueberau und anderen Nachbargemeinden. Sie hatten nach Brensbach geheiratet oder sonstige Beziehungen zum Verein. Die Vereinsgeschichte nennt Namen wie Fritz und Ludwig Oldendorf, Wilhelm Bergoint, Philipp Fornoff und Heinrich Becker.

Der erste Sportplatz des Vereins war eine Wiese gegenüber der Hornsmühle. Mit der Einführung der Feldbereinigung musste nach einem neuen Gelände Ausschau gehalten werden. Im Jahre 1968 einigte man sich auf das Gebiet unseres heutigen Rasenplatzes in der Kehl. Später, als der Spielbetrieb größer wurde, kam der Bolzplatz am Gemeindezentrum noch hinzu. 1970 wurde mit dem Bau des Sportplatzes begonnen. 1973 war dann die offizielle Einweihung. Das Sportheim wurde 1975 erstellt. Platzmangel führte zu einem Anbau im Jahre 1980. Seit der Abteilungsgründung im Jahre 1951 spielten, soweit bekannt, die aktiven Fußballmannschaften der SSV in der Kreisklasse Dieburg, ohne besonders in den Vordergrund zu rücken.1964 ruhte gar der Spielbetrieb.

1965 war Wiederbeginn und Brensbach wechselte durch die Gebietsreform bedingt von Dieburg in den Odenwaldkreis. 1976 erreichte die SSV Brensbach die Meisterschaft in der C-Liga und stieg in die B-Liga auf. Diese Klasse konnte dann über viele Jahre gehalten werden.

Anfang der 80iger Jahre belegte man wiederholt Spitzenplätze, ohne dass es aber zum Aufstieg in die A-Liga reichte. 1984/85 stieg man allerdings von der B-in die C-Liga ab. Mit einer mindestens "A-Liga-Mannschaft" gelang prompt in der Saison 1986/87 unter Trainer Werner Bischoff wieder der Aufstieg. 1990 wurde die C-Liga im Odenwaldkreis abgeschafft. Brensbach spielte somit in der A-Liga. Diese Klasse mußte man dann im Folgejahr 1991 mit viel Pech wieder verlassen. Es stiegen vier Vereine ab und die SSV hatte es gerade noch erwischt. In die Saison 1991/92, es gab eine zweigeteilte B-Liga, startete man furios. Das Team wurde klarer Gruppensieger und galt als hoher Favorit für den Aufstieg. Im Schlussspurt hatte es jedoch wiederum nicht ganz gereicht. Das Team von Trainer Werner Hartmann musste einen undankbaren dritten Tabellenplatz einnehmen, der nicht mehr zum Aufstieg berechtigte.In der folgenden Runde 1993/94 offenbarte sich wieder mehr Schatten. Die guten Leistungen aus der Vorsaison konnten nicht stabilisiert werden. Das Team konnte erst in einem Entscheidungsspiel gegen die FC Finkenbach den Klassenerhalt und Verbleib in der B-Liga sichern.

In der Saison 1994/95 stiegen die ersten fünf Vereine in der Tabelle in die A-Liga auf, da im Folgejahr 95/96 die C-Liga abgeschafft wurde. Brensbach verpasste wiederum den Aufstieg knapp. Ab diesem Zeitpunkt spielte die erste Seniorenmannschaft mit wahrlich nur mäßigem Erfolg in der untersten Kreisklasse des Odenwaldkreises. In der jüngsten Saison 2000/2001 musste sogar erstmals die Reservemannschaft mangels Spielerpotential zurückgezogen werden. Ein Novum für die letzten Jahrzehnte. In der SSV Brensbach wurde der Jugendarbeit immer ein hoher Stellenwert eingeräumt, dennoch gelang es nicht einen entsprechenden Unterbau für den Seniorenbereich zu schaffen. Es fehlt in den älteren Alterklassen einfach an genügend Akteuren. Die SSV steht damit aber nicht allein auf weiter Flur, auch eine Vielzahl anderer Vereine hat damit zu kämpfen. Es gelang selbst im Verbund mit allen anderen Gesprenztalgemeinden des Odenwaldkreises nicht, eine A-Jugend auf die Beine zu stellen. Unsere Spielerdecke lichtete sich dadurch immer mehr. Die noch am Fußballsport interessierten Jugendlichen waren gezwungen zu anderen Vereinen zu gehen und kamen, da sie bei den aufnehmenen Vereinen die Möglichkeit hatten höherklassig zu spielen, nicht wieder zu ihrem Heimat- und Stammverein zurück. "Böse Zungen" behaupten wenn alle aus der SSV-Jugend hervorgegangenen Talente noch bei uns aktiv wären, könnte man in Brensbach mindestens Bezirksliga spielen.

In der jüngsten Saison hatte die Fußball-Abteilung maximal noch etwa 14/15 Akteure für die erste Seniorenmannschaft zur Verfügung. Eine bislang noch nie dagewesene Situation. Entsprechend war der Erfolg, da sich die Frage "Wer spielt am Sonntag" in der ersten Mannschaft gar nicht mehr stellte. Jeder der geradeaus laufen konnte, hatte zum Spiel auf dem Platz zu sein. Diese prekäre Situation rüttelte nunmehr doch einige Verantwortliche wach, da auch noch der eine und andere Abwanderungsgedanken äußerten. Eine aktive 1. Seniorenmannschaft in der SSV hätte für die Saison 2001/2002 nicht mehr gemeldet werden können.

Dieses wäre quasi der Untergang des SSV-Fußballs gewesen. Nunmehr wurde der Versuch unternommen, alle ortsansässigen oder aus der SSV-Jugend hervorgegangengen Akteure anzusprechen, um den Brensbach Seniorenfußball aus der Talsohle zu führen. Im Jubiläumsjahr gelang es nun dem Verfasser den ein und anderen an der Ehre zu packen und wieder an die SSV zu binden. Alle angesprochenen zeigten sich angetan von der Idee in unserer Heimatgemeinde wieder etwas in Sachen Fußball zu bewegen und erklärten ihre Bereitschaft an diesem Projekt mitzuwirken und einen neuen Anfang zu machen. Auch noch bei anderen Vereinen verpflichtete Akteure bekundeten für den Fall, dass sich etwas bewege, wieder in Brensbach Fußball zu spielen.
Wird demnächst fortgesetzt....